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Reisebericht – Senegalaufenthalt vom 04. Jan. bis 29. Jan. 2017

Mit Brüssel – Airlines Abflug 9,05 Uhr ab MUC. Treff mit den Bosses in Brüssel und Weiterflug und Landung 16,35 Uhr in Dakar. Eine angenehme Ankunftszeit auch für Rahim und außerdem hat „Brüssel – Airlines“ einen empfehlenswerten Bordservice. Über die zahlreichen  „Do d`an“ die schlafenden Polizisten auf der Strasse in Richtung Thies in gut 2 Stunden.

Reisebericht – Senegalaufenthalt vom 04. Jan. bis 29. Jan. 2017

Teilnehmer:  Franz Bickel         :           4. Jan. bis 29. Jan. 

                                  Dirk Bosse            :           4. Jan. bis 19. Jan. 

                                  Anke Bosse           :           4. Jan. bis 19. Jan.

                                  Hans Anton Jäger  :         11. Jan. bis 29. Jan.

                                  Herbert Seger        :          20. Jan. bis 29. Jan.

                                  Markus Spetlak     :          20. Jan. bis 29. Jan.

                                  Robert Paster        :          20. Jan. bis 29. Jan.

                                  Holger Wilke       :           23.  Jan. bis  4. Febr.

 


Mit Brüssel – Airlines Abflug 9,05 Uhr ab MUC. Treff mit den Bosses in Brüssel und Weiterflug und Landung 16,35 Uhr in Dakar. Eine angenehme Ankunftszeit auch für Rahim und außerdem hat „Brüssel – Airlines“ einen empfehlenswerten Bordservice. Über die zahlreichen  „Do d`an“ die schlafenden Polizisten auf der Strasse in Richtung Thies in gut 2 Stunden.

Die zahlreichen und zeitintensiven Vorbereitungen für die Übergabe von Pallo forderten uns und Rahim im Besonderen. Div. Besuche auf den Dörfern  -  siehe auch nachstehende Berichte -  waren für uns alle wieder wertvolle und interessante

Begegnungen mit der Dorfbevölkerung. Mit „Madame Julie Cissé“ hatten wir eine 

sachkundige  Begleiterin. Sie verstand es hervorragend, die Frauengruppen zu motivieren, um einen nachhaltigen Obst – und Gemüseanbau  zu betreiben. Auch den Frauengruppen ist es wichtig, auch unseren Verein, die Unterstützer persönlich kennen zu lernen und nicht nur einen Abgeordneten zu schicken, der ihnen einen Brunnen verspricht.

 

°°°   Unser Hotel „Rahim und Khady“  ist in gutem Zustand, die Wasserver –

sorgung optimal, bis auf einmal wo die „Forage“ der Stadt 1,5 Tage ausgefallen ist und auch unseren Behälter auf dem Dach leerte, waren alle zufrieden. Sogar warmes Wasser gab es tagsüber durch die auf dem Dach liegenden Leitungen. Im Hof unseres Hauses gab es sogar eine Geburt. Ein Lamm war über Nacht geboren. Am Hauseingang sollte auf Wunsch von Rahim ein Metallgitter angebracht werden, da dauernd die Kinder der Schule vor der Türe sitzen und sogar verletzt werden. Eine autarke Stromversorgung fürs ganze Haus sollten wir endlich mal in Angriff nehmen, nachdem wir ja jetzt „supermodern mit Solar“ in Pallo geworden sind. Stromausfall gabs des öfteren. Die Fa. Solene, welche in Pallo für uns die 

Solaranlage installierte, möchte uns ein günstiges Angebot machen. Warten wir es ab. Die gute Verpflegung von Khady und ihrem Team ist bereits für uns Selbstver –

verständlichkeit geworden.-- Dafür den „Hotelgeistern herzlichen Dank“

 

°°°   Pout --  Schule – Nach längerer  Verzögerung sind bereits einige Vorarbeiten, 

wie Baumwurzeln ausgraben und Planierarbeiten, Schnurgerüst aufstellen und die Zufahrt von Süden ist bereits erfolgt. Im Gelände sollen so viel wie möglich Bäume bestehen bleiben um für die Schulklassen Schatten zu spenden.

°°°   Schule Ngueye – Gueye:  Bei einem Schnellbesuch wo uns die Kinder und die Schulleitung bereits erwarteten, übergab der Baumeister uns symbolisch die Schlüssel für die fertige Schule und wir übergaben diese, ebenfalls symbolisch an die Schulleitung weiter. Dadurch können die Räume offiziell benutzt werden. Der Baumeister hat ein sehr schönes Gebäude mit Verwaltungstrakt und WC - Anlagen gebaut. Unsere Madame „Ecole“ und ihre Begleitung erwartet dort ein großer Bahnhof mit einer sicherlich sehr schönen Einweihung im Frühjahr. Dies wurde bereits angekündigt.

 

°°°   Gouye – Ndiogou:   Unsere lieben Freunde und Vertreter  „Assan Fall und Douda“ besuchten uns im Haus und überbrachten voll Stolz von der restlichen Schuld von 1000 € nochmal 500 €.  –Den Rest versprachen sie beim nächsten Besuch von Heike im April. Ich konnte die 2 nicht mehr tadeln und mußte sie sogar loben, dass sie nochmals aus der eignen Tasche die 500 € bezahlt haben. Dann hätten wir alle noch ausstehenden Forderungen in die Scheune eingefahren.

 

°°°   Pout Diack:   Unser Erstaunen war groß als wir bei unserem ersten Besuch feststellten, dass Dank der von uns zur Verfügung gestellten Handpumpe „Pomp a rou“ das gesamte Gartengelände innerhalb bereits mit Gießkannen von den Frauen

und teils Männern aus dem Dorf bewässert wird. Beim 2. Besuch – Geburtstag

von Raphael - am 15. Jan. war  sogar der nördliche und westliche Teil bereits parzelliert, angelegt und bewässert. Die Dorfgemeinschaft mit „Christen und Moslems“ funktioniert hier gut. Die Solaranlage und Tropfbewässerung soll baldmöglichst installiert werden, sobald wir vom BMZ grünes Licht bekommen.

 

°°°   Thienaba Kranken – und Entbindungsstation: Diese Anlage hat der „Fernwasserverband oberes Allgäu“ voll finanziert. Beim ersten Besuch war die Anlage in einem ziemlich trostlosen Zustand. Der Brunnen war zwar fertig, aber das Umfeld ziemlich verwahrlost und nicht gerade sehr hygienisch. Mit Rahim mussten wir Dampf machen, damit auch die Malerarbeiten innen und außen fertig werden. Im Gebäude waren sämtliche 5 Sanitäranlagen für WC – Duschen, Küchen und Waschbecken zum Teil nicht mehr in Funktion. Die Wasserverluste in der Vergangenheit waren dementsprechend hoch. Das hat „Mbacke Faye“ ganz schnell in Ordnung und auf den neuesten Stand gebracht. Die Kosten dafür beliefen sich auf ca. 800 €. Die wurden noch aus der Spende der Marinekamerad – 

schaft Kempten von 1000 €  ( aus 2013 ) beglichen. Die Solarstation und den Wasserbehälter auf dem Dach mit den notwendigen Installationsarbeiten hat ebenfalls „Mbacke Faye“ errichtet. Aber nun erstrahlt alles in neuem Glanze. Bei

der Einweihungsfeierlichkeit am 26. Jan. waren der „Sousprefekt“ stvtr. Landrat  und der Dorfchef anwesend. Die Lobeshymnen an unseren Verein waren eminent,

aber auch glaubwürdig, wie uns Rahim erklärte. Auch die anwesenden Frauen waren begeistert und bedankten sich überschwänglich. So was haben wir uns nicht vorstellen können, so die anwesenden Frauen. -  Kinder kriegen soll jetzt viel mehr Freude machen ! Auch das Personal der Station braucht jetzt nicht mehr zum

„Wasserbetteln“ in umliegende Dörfer zu gehen, wenn eine Entbindung bevorsteht. Auch der Eingang in die Station wurde mit Pflanzen  verschönert. Eine gemeinsame Einladung zum abschließenden gemeinsamem Essen konnten wir nicht ausschlagen, aber die daraus resultierenden Gespräche waren sehr interessant.        Dem Fernwasserverband „FWOA“ als Spender ein ganz großes

                                     „Merci beaucoup“

 

°°°   Baback – Schule:   Die 3 vom Staat erbauten Klasszimmer darben immer noch im Rohbauzustand vor sich hin. Niemand weiß, wann sie fertiggebaut werden. Für die künftige Entwicklung von Baback und deren umliegenden Dörfer wären 10 Klasszimmer, wie bereits schon mal von uns geplant, trotzdem angebracht. Auch ein „Computerraum“ mit den notwendigen Geräten darf künftig nicht mehr fehlen. Auch das ist Entwicklung. Ein Verwaltungsgebäude, sowie WC  Anlagen sind ja im Antrag bereits vorgesehen. Der anschließende Sportplatz  soll dort jedoch erhalten bleiben. Die alten Klassenzimmer im Außenbereich, welche nicht der Schulbehörde gehören, sind einsturzgefährdet, was die Schüler allerdings nicht weiter stört. Die alten Gebäude und Grundstücke gehören einer Bank.

 

°°°   Frauenprojekte:   Mit der sehr aktiven Frauenvertreterin „Madam Julie Cissé“ haben wir im Dorf „Thiare – Fijaje“ noch ein zusätzliches Dorf mit vier Dörfern für ca. 1500 Einwohnern als „Viererpaket“ vergeben, gewidmet für den Lionsclub Oberallgäu, welcher bereits 5000 € spendete. Die Eigenbeteiligungen der  Dörfer „Ndiobene“ für Schorer – „Thiaoune“ für REWE  – „Keur Matouré“ für Adelgoß -  und „Thiare – Fijaje“  für Lionsclub. Die Eigenbeteiligungen von 4x 500 € = 2000 € sind bereits von „Julie“ geleistet. Es sind alles Gartenbewässerungen für Obst – und Gemüseanbau von 1–2 ha. Fläche. Alle diese Dörfer warten dringend auf unsere Hilfe. Wir müssen allerdings erst den Antrag für 2017 ans BMZ stellen, aber die Brunnen können sie schon mal bauen lassen, bezahlt sind sie ja schon.

 

Mit dem Bau der 2 Brunnen in der Region Fissel  in den Dörfern „Keur Aliou Sarr“ und „Pindacop“ für Vater und Sohn „Eimer“ wird   demnächst begonnen.

Diese sind ja bereits finanzieret und werden nicht beim BMZ berantragt. 

 

°°°   Fandene – Koundone:  Dieses sicherlich interessant Projekt wird noch von Holger besucht. Es kann aber, realistisch gesehen frühestens 2018 – 19 berücksichtigt werden.

 

°°°   Keur Babacar -  Mbaye:  Das Projekt haben wir nicht besucht, weil evt. in dem fleißigen Dorf bereits eine Initiative im Gange ist und wir wollten nicht zusätzliches Bedürfnis wecken. Der Brunnen ist ja bereits von uns vor ca. 15

Jahren gebaut und finanziert und vor 2 Jahren repariert worden. – Siehe auch Reisebericht 2016.

 

°°°   Tavarese - Schlosserei: Ihm haben wir von unseren Spendengeldern einige Werkzeuge finanziert. Zum Teil hatte er „a reachds Glumb“ von Arbeitsmaterial.

 

°°°   10 Jahre Partnerschaft Diözese Bamberg mit Thiés:

Eine feierliche, aber 3-stündige Messe wurde in der Kathedrale St. Anna die 10- jährige Partnerschaft mit Bamberg zelebriert. Großer Empfang durch die Musik-  kapelle vor der Kirche. Tanzende Frauen zum Altar mit Geschenken war wieder etwas ganz Besonderes. Der wunderbare und musikalische Chor hat uns aber für die lange Dauer der Messe großzügig entschädigt. Im Anschluss wurde rund um St. Anna mit Bischof „Ludwig Schick“ aus Bamberg und „Bischof André Gueye“ und dem Bischof aus Kolda mit der Bevölkerung gefeiert.

 

°°°   Ankunft der „Fernwässerer , die Sponsoren der Krankenstation „Thienaba“ wurden würdig begrüßt und gleich  rein „prophilaktisch“ mit Medizin versorgt. Eine Gegenwehr hielt sich jedoch in Grenzen. Die „Hotelangestellten“

hatten nun alle Hände voll zu tun und unser Holger Wilke verstärkte am 23. Jan. das Team nochmals. Er wurde anlässlich seines Geburtstages von uns unseren beiden Tenören „Herbert und Hans“  mit einem Geburtstagsständchen begrüßt.

 

°°°   Moundor Madioune: Ein sehr interessanter Diskussionsabend mit diesem

sach- und fachkundigem Fachmann in Sachen Wasserversorgung und geologischen Kenntnissen wurden interessante Themen diskutiert. Er untersteht ja jetzt dem Wasserminister in Dakar direkt und war bisher in Thiés bei „Hydraulique“ tätig.   In den nächsten Jahren sollen über 100 neue „Forage“ im ganzen Lande gebaut werden, um einen großen Teil der Bevölkerung zu erreichen. Trotzdem wird es immer wieder notwendig bleiben, einzelne Brunnen und Gartenbewässerungen in abgelegenen Dörfern zu bauen, welche nicht vom Grundwasser versorgt werden, sondern vom Oberflächenwasser aus der Regenzeit, so seine Aussage. Laut vorliegenden geologischen neuesten Karten, sollen riesengroße Wasserreserven, nicht nur im Senegal, sondern in großen Teilen des afrikanischen Kontinentes,  allerdings in Tiefen von 500 Meter und mehr liegen. Das prognostiziert auch das „Geologische Wasserinstitut“ in Hannover. - Auf die Frage zum Bau von Zysternen wurde von Moundor erklärt, dass künftig keine neuen mehr gebaut werden, weil sie a) zu teuer sind - und b) durch eine unsichere Regenzeit nicht nachhaltig sind. --  Ferner erklärte Moundor, dass ab Febr. 2017 alle  „Wassergenossenschaften“ verstaatlicht werden, - so auch Pallo. De facto sind eigentlich alle Wasserstellen bereits Eigen - tum des Staates. Der Grund dieser Maßnahme sei: daß ca. 70 % aller Wasserge –

nossenschaften schlecht verwaltet werden. Es soll zwar Abhilfe geschaffen werden, aber das dauert erfahrungsgemäß noch einige Zeit. Bei künftigen Gartenprojekten auf den Dörfern sollen nicht mehr als 2 ha an Fläche bewässert werden. 

 

°°°   Moyen Seminar:   „ Ein Garten Eden“ -- Die Gartenanlage wurde bereits im Okt. 2016 besucht, aber ein konkreter Vorschlag lag noch nicht vor.

Zur Vorgeschichte des Gartens ist zu sagen, dass dieser bis vor 2 Jahren eine Abfallhalde war und derzeit von jungen Männern unter der Regie vom

pensionierten „Abbé André Mbeng“ seitdem wieder hergerichtet und rekultiviert wird. Die Widerherstellung des Gartens wurde vom neuen „Bischof André Gueye“ zur Chefsache gemacht. Weshalb der Garten so vernachlässigt wurde, konnten wir nicht genau erfahren. „Abbé Theodoro“ ist der neue Seminarleiter und ebenfalls stark interessiert, dass der Garten wieder zu alter Blüte hergestellt wird. Zum Projekt gehören auch Schweine - Hühner – Gänse – Hasen Schafe – Rinder sowie 1 Pferd. Außerdem wird derzeit ein Versuch mit 2 Becken a) 15m2 für Fischzucht betrieben. Die Seminaristen werden unter anderem ausgebildet für Gartenbau und für Theologie. Erfahrungsgemäß gehen ca. die Hälfte, - wenns draufankommt -  wieder zurück ins zivile Leben und diese ausgebildeten Gärtner sollen dann in ihren Heimatorten den Gartenbau betreiben.

 Unser Erstaunen war groß, als wir bei unserem Besuch feststellten, dass ein Teil des Gartens bereits vorbildlich geführt und angepflanzt ist. Man steht ja regelrecht auf Wasser. Aus 2 Meter Tiefe wird bereits mit Hilfe einer elektrischen Pumpe ein Teil des Wassers in verteilte Fässer geleitet und von Hand mit Gießkannen die einzelnen Parzellen begossen. Es sollen dort sämtliche landesspezifische Obst – und Gemüsesorten angepflanzt werden. Schnell wachsende Papayabäume sind in 1-2 Jahren bereits ca. 2-3 Meter groß und spenden sogar noch Schatten. Auch ein Verdienst von „André“  Ein ehem. Wasserturm soll von einem Fachmann unter –

sucht werden, ob eine  Sanierung möglich und notwendig ist. Dann könnte dieser ca. 20 m3 fassende Wasserturm wiederverwendet werden. Dieser Paradiesgarten wird ganz sicher einen großen Ertrag bringen. Auch unser Hans Anton Jäger meinte: „Eine bessere Voraussetzung für einen Garten gibt es nicht mehr“ 

Fraglich ist allerdings in wieweit das BMZ einer solchen kirchlichen  Einrichtung zustimmen kann. Es werden aber auch zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

 

°°°   Ndiefoune Parba: Unserem Freund und ehem. Mitarbeiter „Alex Rößle“ haben wir eine Gedenktafel anbringen dürfen. Ehre seinem Gedenken !

 

°°°   Pallo – das Leuchtturmprojekt: inmitten einem Felsengebirge.

Die Vorgeschichte ist ja hinlänglich bekannt und braucht nicht mehr wiederholt zu werden. – Beim 1. Besuch am 5. Jan. war natürlich ein großer Fortschritt gegenüber Okt. 2016 festzustellen, aber es mußte noch einiges gemacht werden. Leichte Zweifel über den Übergabetermin am 28. Jan. wurden von mir ganz einfach ignoriert. Von einer Tropfbewässerung war noch gar nichts zu sehen und einiges mehr. Fast täglich wurden da und dort noch Mängel sichtbar. Aber die afrikanische Gelassenheit war für uns Europäer eher aufregend als beruhigend. Bestärkt durch ein gehöriges Maß an „Gottvertrauen“ wurde die Anlage am Vorabend im letzten Moment doch noch zu 99 % fertig. Wieder mal waren meine Bedenken unbegründet, dass man sich in Afrika langsam beeilt !                    Während „Markus und Robert“ mit dem Aufziehen der deutschen und der senegalesischen Flagge auf dem Turm beschäftigten, haben wir mit dem Bischof am Vorabend des Festes noch einen internen Film für unseren Verein über das Projekt und die dazugehörige Tropfbewässerung mit ca. 1 ha Gartenfläche gedreht. Wir erinnerten auch daran, dass es „Tools for Live“ Fam. Rothenberger war, welche das Projekt überhaupt durch ihre großzügige Spende ermöglichten. Holger erklärte die einzelnen technischen Stationen und auch Herbert fand lobende Worte über die ca. 2 ha große Anlage. Die gerade erst in Betrieb genommene „Tropfbewässerung“ war wie Balsam auf unseren Seelen. Eine Stunde vorher waren sie noch am schrauben und funktionieren.

Über 5 Sack Reis und 5 Fußbälle freuten sich besonders die Schulkinder.

 

28. Jan:  Der Tag der großen Einweihung war da und hat alles bisher dagewesene erblassen lassen. Fanfarenbläser kündigten „Großes“ an. Ich ließ mich einfach treiben, was da wohl noch alles kommen mag - und es kam vieles. - Die Lobeshymnen auf die Anlage und die „Dankesbezeugungen“ aus der Bevölkerung und Dorfbewohnern wollten kein Ende nehmen. „Rhokaya“, die stellvertretende Vorsitzende der Wassergenossenschaft brachte es auf den Punk, als sie sagte: „Gestern noch war es hier Nacht und ab heute scheint wieder die Sonne“

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen ! -- Der anwesende Wasserminister des Senegal erinnerte daran, dass es im Senegal in dieser Art noch kein solarbetriebenes Wasserprojekt mit einer „Gartenbewässerungsanlage. - Liebe Freunde, darauf dürfen wir schon ein wenig stolz sein. Es hat natürlich schon einiges an Kraft gekostet, aber wir wurden dafür belohnt. Rahim und Holger waren da schon sehr gefordert. Beiden ein großes Kompliment. Rahim wurde oft nachts noch mit seinem Handy tätig und zum Schluss rund um die Uhr ! --  Er hat sich im Sommer wirklich einen Urlaub bei uns verdient.

In der Innenanlage wurden sogar verschiedene Pflanzen und Blumen zur Verschönerung angelegt. Eine angelegte Zufahrt ins Gelände dient Fahrzeugen für die Betreuung der Anlagen. Der große Baobab im Hintergrund gibt dem Projekt nochmal einen etwas exotischeren „Tutch“

Bei der Festrede des OBB wurde auch unser Abbé Raphael begrüßt. Er hat eigentlich die Brücke zu Pallo gebaut. Gedankt wurde auch allen am Bau beteiligten Firmen, welche in einer Rekordzeit von nur 12 Monaten das gesamte Projekt bewältigten. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass die gesamten und zum Teil recht schwierigen Arbeiten alle unfallfrei verlaufen sind. Eine Berufsge –

nossenschaft hätte wahrscheinlich ihre helle Freude gehabt.

Eine besondere Freude war auch mitzuerleben, wie alle Frauen und Kinder ein gemeinsames Mahl eingenommen haben, welche ganz sicher nicht jeden Tag satt 

werden. Von allen Seiten bedankten sich die Dorfbewohner, was uns schon fast peinlich war. Diese gemeinsame Essenseinladung haben wir als Verein sehr gerne übernommen. – Die am Bau beteiligten Firmen übernehmen auch einen Teil der Kosten für das Fest. – Vielen Menschen könnten künftig wieder Brot und Arbeit gegeben werden und brauchen nicht mehr in die Städte abwandern oder gar das Land in Richtung Europa verlassen. Die Jugendlichen die bereits vor Jahren das Dorf wegen „Perspektivlosigkeit“ verließen, werden wieder in ihre Dörfer zurück –

kehren und bei ihren Familien bleiben. -- Ein Tag, den alle Dorfbewohner, aber auch unsere Mitreisenden nicht vergessen werden. 

                                                                                                                         „Danke, dass wir viele Menschen in 8 Dorfteilen glücklich machen durften“

 

 

Fazit der Reise:

 

Das Leuchtturmprojekt Pallo war für uns alle, - auch in der Vorstandschaft eine ganz besondere Herausforderung. Holger, der den Antrag ans BMZ in allen Teilen optimal beantragte, - es gab wenige Rückfragen – möchte ich herzlich danken, auch Rupert der mit Holger immer wieder korrespondierte gilt ebenfalls mein Dank. Natürlich auch „Rahim der Unermüdliche“ hat alle Herausforde –

rungen bravourös gemeistert. Ihm nochmals ein ganz besonderes „Merci beaucoup“--  Er war einfach immer für uns da. Wahrscheinlich hat ihn aber der von uns mitgebrachte „Obazde“ besonders motiviert ! Nun wissen wir, wie  unser Projektleiter immer wieder zu Höchstleistungen gebracht werden kann und mit was wir seinen Vertrag verlängern können !

 

Auch dem BMZ, - an der Spitze unserem Minister „Dr. Gerd Müller“ ein besonderer Dank für die offenen Argumente und seine Hilfe für ein Projekt, das anfangs recht schwierig erschien. Gerne würden wir ihn, wenn er wieder mal eine Afrikatour macht, unser Projekt zeigen. 

 

Dem „Fernwasserverband Oberes Allgäu“ ebenfalls ein ganz großes „Dankeschön“ für die wertvolle Hilfe für die Sanierung der Kranken – und Entbindungsstation in „Thienaba“

 

Aber dass der OBB mal im Büro auf dem Boden schlafen mußte, weil seine lieben Zimmerkameraden links und rechts und hinten links so unüberhörbar „schliefen“ und stark wahrnehmbare Geräusche entwickelten, war für ihn auch ein Novum ! --  Aber einmal ist immer das erste Mal.

 

Auch Dirk Bosse, der bereits zum 2. Mal dabei war und dieses Mal mit seiner Tochter Anke die Reise bereicherte. Danke auch für die Möbelspende für unseren Wärter in Pallo.

 

Allen Mitreisenden nochmals ein herzliches „Dankeschön“ Ihr ward eine tolle Truppe. Euch würde ich sogar wieder mal mitnehmen !

 

Euer Team- Chef :  Franz Bickel